Orientalische Teppiche - Orient Teppiche
Allgemeine Info Perser Teppiche
Teppiche sind überwiegend gemusterte Gewebe, die als ein Geflecht von Fäden zu verstehen sind. Früher übernahmen Teppiche die Aufgaben unserer heutigen Tapeten und "bekleideten" die Häuserwände. Heute hingegen dienen sie fast ausschließlich als Dekoration von Fußböden. Die Produktion/Herstellung von Läufern erfolgt heute entweder maschinell oder von Hand geknüpft, wie es schon im Altertum Brauch war.
Ursprünglich wird die Entwicklung des Teppichs den Nomaden zugeschrieben da dieser ideale Vorraussetzungen für ein Leben als Nomade mit sich bringt. Vielseitige Einsatzmöglichkeiten machten ihn zu einem ständigen Begleiter, so nutzten Nomaden einen Teppich zur Aufbewahrung von Gewürzen - insbesondere von Salz - als Wiege von Kindern und als wärmende Schlafunterlage gegen den kalten Wüstenboden in der Nacht. Des Weiteren fand er Gebrauch als Tragetasche der Kamele. Über die Jahrhunderte weg entwickelten sich diverse Muster und spezielle Künste die in die Knüpfkunst mit einflossen, weshalb die damaligen Stämme jeweils ein eigenes Muster und Farbe besaßen. Der wichtigste Grundstein für Orientteppiche wurde gelegt.
Geschichte und Orientteppich
Der bekannteste und zugleich älteste Teppich der Welt stammt aus einem Grab im Pasyryktal in Südsibirien und wurde 1949 dort entdeckt. Auf Grund der überwiegend kalten Temperaturen in dieser Gegend, welche zu einer erstklassigen Konservierung der Fasern führten, blieb der Welt ein äußerst seltener Beweis und Antiquität erhalten. Wissenschaftler datieren das Alter des Fundes auf etwa 500 vor Christus. An ihm kann man schon einige Merkmale eines Orientteppiches feststellen. Im Jahre 330 vor Christus brachte Alexander der Große Teppiche von seinen Asienfeldzügen mit nach Europa. Da der verwendete Rohstoff von Teppichen nicht sehr beständig ist, existieren heute so gut wie keine Überreste von älteren Teppichen. Deshalb erscheint eine Rekonstruktion der alten Unikate unmöglich. Der Nachweis von den Knüpftechniken der alten Orientteppichen wird ermöglicht dadurch, dass die damalige Architektur, Muster und Kunst insbesondere die Ornamentik der Fassadenmosaike übernahm. Der Grund weshalb sich insbesondere Orientteppiche größter Beliebtheit erfreuen liegt in der Verarbeitung des Teppichs. Orientteppiche werden ausschließlich von Hand geknüpft oder geflochten und bedienen sich erlesener Rohstoffen wie z.B. Baumwolle, Leinen und selten auch Seide, wodurch die Qualität steigt. Der Preis eines Orientteppichs wird an der Anzahl der Knoten bemessen. Diese Knoten werden an einer so genannten Kette befestigt dessen freies oberes Ende eine weiche, samtartige Oberfläche bildet, der sog. Flor oder Vlies. Hier befinden sich die verschiedenen Motive. Nach wie vor produziert Persien die schönsten Orientteppiche. Hier kann ein Teppich bis zu eine Millionen Knoten pro m² besitzen. Gängiger sind allerdings indische mit 300 bis 350 Maschen auf einen Meter oder der türkische mit 120 bis 200 Maschen pro Meter. Wegen der großen Beliebtheit werden Orientteppiche in Europa nachgemacht, nach dem gleichen Prinzip. Doch verwenden europäische Hersteller andere Rohstoffe, so wird nicht Baumwolle als Kette verwendet sondern Leinengarn. Die Nachahmungen bezeichnet man als Gobelin.